Wer Bastian kennt, weiß er ist der Mann der vielen Linsen. Schon oft ist er in den Genuss gekommen Objektive zu testen, von denen andere in ihrer Fotoausrüstung nur träumen. Kompetent und mit viel Hintergrundwissen hat er schon manchen bei der richten Objektiv-Auswahl geholfen. Der gelernte Ingenieur entwirft nicht nur Brücken, sondern lichtet sie auch von ihren schönsten Seiten ab. Nebenbei bietet er Workshops in verschiedenen Regionen Deutschlands an, um sein Wissen an interessierte Fotografen weiterzugeben.


NiSi: Möchtest du uns etwas über deinen Beruflichen Werdegang vor/neben der Fotografie erzählen?

Bastian K.: Mein Name ist Bastian und neben meinem Hauptberuf als Ingenieur betreibe ich Reise-, Architektur- und Landschaftsfotografie. Manchmal kann ich das auch beides verbinden, da ich nicht nur Brücken entwerfe sondern auch gerne Fotos von ihnen mache.

NiSi: Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Bastian K.: Angefangen hat alles mit einer günstigen Nikon D40 vor ca. 10 Jahren und meinem Interesse an Landschafts- und Architekturfotografie. Dank der schnellen Entwicklung der Sensoren digitaler Kameras und der Möglichkeit nun vergleichsweise einfach Bilder von Sternen aufzunehmen ist zwischenzeitlich auch noch Landschaftsastrofotografie dazugekommen.

NiSi: Warum hast du dich für die Landschaftsfotografie/Architekturfotografie entschieden?

Bastian K.: Ich liebe es draußen in der Natur oder in fremden Städten zu sein und suche immer nach neuen Perspektiven und hoffe auf beste Wetterbedingungen mit dramatischem Licht. Wo ich gerade bin ist dabei nicht ausschlaggebend, schöne Fotos kann man überall machen!

NiSi: Was war dein beeindruckendstes Erlebnis im Bezug auf die Fotografie?

Bastian K.: Da gab es so viele! Alleine in einer Eishöhle stehen, das erste Mal einen sternklaren Nachthimmel ohne Lichtverschmutzung sehen oder endlich in Schottland die Wolken und Lichtstimmung vorfinden, auf die ich so lange gewartet habe.

geiz griff mich schnell, so dass ich begann meine Fotografien optisch aufzuwerten, so dass auch bei Laien Interesse am sonst langweiligen Thema Wetter aufkommen konnte. Ich brachte mir selbst bei, den richtigen Bildaufbau für meine Wetterfotografien zu finden. Mit der Zeit realisierte ich, dass ich „gewöhnlichen“ Landschaftsfotografen einen Schritt voraus war. Das Wetter bestimmt das Licht und das Licht letztendlich, ob eine Landschaft interessant oder eintönig wirkt. Ich erkannte den Wert meines Wissens und begann dieses in meinem Buch „Fotografieren mit Wind und Wetter“ niederzuschreiben. Schnell eroberte das Thema die Fotografenszene in Deutschland und plötzlich durfte ich auf den Messen über mein Wetter reden, welche Ehre! Ich werde bezahlt und darf den Zuhörern meine Geschichten zu den ganz coolen Wolken erzählen.

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Welche Tipps würdest du anderen Fotografen mit auf den Weg geben?

Immer eine Kamera dabei haben. Nur wenn man sein Equipment gut kennt, seine Kamera blind bedienen kann und auch dabei hat ist man gerüstet für die besonderen Momente.

NiSi: Welches Motiv fehlt dir noch?

Bastian K.: Japan ist ganz oben auf meiner Wunschliste: die alten Tempel, die moderne Architektur Tokios und auch Mt. Fuji der sich im Wasser spiegelt. So viel zu entdecken!

NiSi: Wie würdest du selbst deinen fotografischen Stil beschreiben und wie hast du ihn entwickelt?

Bastian K.: Fine-Art wäre wohl die passendste Beschreibung. Gerne versuche ich auch bekannte, viel fotografierte Motive interessant erscheinen zu lassen. Dafür braucht es meist gute Vorbereitung, gute Wetterbedingungen und die richtige Perspektive. Bei Landschaftsszenen versuche ich auch manchmal eine Person einzubauen, damit man die Größe etwas einordnen kann.

NiSi: Welches Equipment verwendest du?

Bastian K.: An Kameras aktuell Sony A7rII und A7III. Da ich auch Objektive für phillipreeve.net reviewe, herrscht diesbezüglich oft Fluktuation, aber es gibt natürlich einige, die sich über die Jahre bewährt haben. Für Landschafts- und Architekturfotografie sind das beispielsweise das Canon TS-E 17mm 4.0L, das Zeiss Loxia 21mm 2.8, das Voigtländer VM 35mm 1.7 und das Zeiss Loxia 85mm 2.4.
Bei der Reisefotografie ist es mir auch wichtig, dass die Objektive kompakt sind.

NiSi: Erzähle uns etwas über deinen Workflow.

Bastian K.: Bevor ich verreise oder wenn ich mir überlege an einen Ort zu fahren, wo ich vorher nicht war, schaue ich Online nach Inspirationen. Flickr, Locationscout oder einfach die Google Bildersuche geben mir schon oft Hinweise, welche Gebiete oder Gebäude für mich interessant sein könnten. Vor Ort bevorzuge ich in den meisten Fällen manuelle Objektive, da kann ich mir sicher sein, dass die Bereiche scharf sind, die ich gerne scharf hätte. Sobald es dunkler wird ist ein Stativ Pflicht, in den meisten Fällen ist auch ein Polfilter auf dem Objektiv. Die Nachbearbeitung erfolgt in erster Linie in Adobe Lightroom, in seltenen Fällen nehme ich auch noch lokale Korrekturen in Photoshop vor.

Vielen Dank für das Interview Bastian.

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